Salzburg Touren/ Trattberg – Almhütten. Blumen. Tiere zum Streicheln.

Der Frühherbst ist eine wunderbare Zeit zum Wandern. Wir haben das Glück, Berge an jeder Ecke zu haben und können jederzeit eine kleine Tour in dieser schönen Kulisse machen. Falls ihr also einmal auf Urlaub in Salzburg seid, oder sogar in der Nähe wohnt, dann kann ich euch das weitläufige Wandergebiet um den Trattberg sehr ans Herz legen. Dieser liegt 30 Kilometer südlich von Salzburg und ist über den kleinen Ort St. Koloman zu erreichen.

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Schon die Fahrt auf der Panoramastraße bietet einen spektakulären Blick auf die umliegende Bergwelt – Dachstein, Bischofsmütze und Hoher Göll sind gut zu erkennen. Und auch der Seewaldsee, der ja eines meiner Lieblingsausflugsziele überhaupt ist und dem ich sicherlich auch einmal einen eigenen Post widmen werde. Ist man dann auf dem Parkplatz Hintertrattberg angekommen, ergeben sich unzählige Möglichkeiten. Mag man es gerne steiler, kann man die mehrstündigen Touren zum Hohen First, Dürlstein oder Gruberhorn machen. Hat man Kinder dabei, dann kann man etwa gut zur Moosangerlalm gehen – eine einstündige Tour auf dem Almweg, die auch für Kinderwagen gut geeignet ist.

An einem schönen Frühherbsttag Ende August haben wir also wieder einmal unsere Zwerge ins Auto gepackt und sind mit ihnen auf diesen Berg gefahren. Sie hatten vom ersten Meter weg Spaß. Sogar der Kleine ist schon ein Stückchen weit gegangen; mehr oder weniger liebevoll vom Großen an der Hand geführt. Haben wir mal Pause auf einer Bank gemacht, dann haben sie einfach mit Steinen gespielt. Jedes Stöckchen war ein Grund stehenzubleiben und zu spielen. Am meisten waren meine Jungs aber von den freilaufenden Tieren fasziniert – Kühe und Pferde an jeder Ecke und natürlich auch mein Partner mittendrin, der ja auf einem Bauernhof aufgewachsen ist und wunderbar mit Tieren umgehen kann.

Ich bin gerne mit meinen Zwergen in den Bergen unterwegs. Zum einen, weil ich eher ein „Genusswanderer“ bin – zu steile oder anstrengende Touren sind nichts für mich – und genau das kann man mit kleinen Kindern wunderbar ausleben. Die können nämlich (noch! 🙂 gar nicht schneller oder weiter laufen als ich! Und zum anderen, weil ich merke, wie gerne meine Zwerge draußen in der Natur sind. Der Große hat aktuell sehr viel Energie und kann sich beim Wandern sehr gut auspowern.

Hat man sich dann einmal „müde gewandert“, dann gibt es mehrere Almhütten, bei denen man einkehren kann. Ich persönlich finde sie alle gut, unser Favorit ist allerdings die Wimmeralm mit ihrem gemütlichen Gastgarten und den herrlichen Brettljausen. Nach dem Wandern schmeckt’s mir nämlich immer besonders gut. Als Tüpfelchen auf dem i gibt’s dann noch einen schönen Spielplatz auf dem die Kinder sich austoben können.

Viel mehr werde ich jetzt gar nicht mehr schreiben, den Rest erzählen die beigefügten Bilder. Ich hoffe, euch hat es gefallen!

Herzlich, Eure Andrea

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Leo trägt … TOBY TIGER

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Es macht mir viel Spaß, meine Zwerge hübsch anzuziehen und bin eigentlich immer auf der Suche nach verspielter, bunter und vor allem positiver Kindermode. Was genau meine ich jetzt mit positiv? Nun, ich finde es ehrlich gesagt extrem schade und fast schon erschreckend, sich die Jungenmode bei diversen großen Modeketten anzusehen. Ich möchte meine kleinen Buben wirklich nicht in Sachen stecken, auf denen irgendwelche Monster oder sonstige klobige Superhelden prangen. Nicht nur, weil ich das persönlich hässlich finde sondern auch weil ich der Meinung bin, dass Gewaltverherrlichendes (und so etwas sind Actionhelden und Monster nun einmal) eigentlich nichts bei Kleinkindern oder auf deren Gewand verloren hat. Eines nicht mehr allzu fernen Tages werden meine Zwerge wohl – wahrscheinlich beeinflusst durch fragwürdige Vorbilder im Kindergarten oder in der Volksschule – vielleicht auch genau solche Sachen tragen wollen. Aber einstweilen genieße ich es (noch und hoffentlich noch sehr lange!), dass unser Kleiderschrank – neben einigen Basics – aktuell noch sehr farbenprächtig, gepunktet und gestreift, voller Tiere, bunten Farben und lustigen Autos ist. Und einiges davon würde ich euch gerne zeigen.

Übrigens: Alle Sachen, die ich zeige, sind von mir selbst bezahlt und ich teile hier meine ehrliche Begeisterung mit euch. Ich finde es nämlich schön, auch wieder mehr Wert auf nicht „gekaufte“ Meinungen zu legen. Sollte mir jemals jemand etwas schenken wollen oder ich für etwas werben, dann wäre das gekennzeichnet. Das gilt auch für kommende Beiträge dieser Art.

 

Heute trägt Leo das englische Label Toby Tiger. Aufgefallen ist mir diese Marke zum ersten Mal als ich einige Zeit im englischen Küstenstädtchen Brighton mit seinen unzähligen süßen kleinen Shops verbracht habe und prompt über diesen Laden gestolpert bin. Damals hatte ich noch keine eigenen Kinder, habe aber einer Freundin ein Shirt für ihre neugeborene Tochter geschenkt.

Die T-Shirts sind mit knapp 18 Pfund nicht ganz billig, nachdem Toby Tiger aber ausschließlich fair produziert und GOTS zertifizierte Stoffe ohne AZO Farbstoffe verwendet, erscheint mir dieser Preis auch gerechtfertigt. Wem das zu teuer ist, der kann immer wieder im Sale tolle Schnäppchen ergattern – mehrmals im Jahr sind die Teile um teilweise sogar die Hälfte reduziert. Auf der Homepage gibt es einen eigenen Outlet Link – einfach googeln.

 

Die meisten T-Shirts sind meist gepunktet oder gestreift mit einen lustigen Tier oder anderem kindgerechten Motiv vorne drauf. So gibt es für Jungen etwa Pinguine, Fische, Hunde, Vögel, Elefanten, Löwen, Zebras. Sind mal Drachen, Dinosaurier, Fledermäuse und ähnliches zu sehen, dann sind es liebe Exemplare ihrer Art 🙂 Für Mädchen gibt es herzallerliebste Marienkäfer, Blumen, Eis, Hasen, Mäuse und noch viele mehr. Schön finde ich auch, dass es doch einige Shirts gibt, die nicht nur einem Geschlecht zugeschrieben werden – ich persönlich finde es immer schade, wenn hier die Einteilung sehr strikt gemacht wird und wenig Spielraum lässt.

 

Leo mag Toby Tiger und freut sich immer, wenn ich ihm morgens ein Shirt mit einem Tier herauslege. Es gibt dann beim Anziehen meistens einen kleinen Moment, in dem er innehält und sich freut, weil ihm das Tier gefällt. Und ich finde es schön, den Tag mit einem kleinen Lächeln zu beginnen.

Wollt ihr noch mehr Outfit – Posts? Dann bitte kommentieren!

Herzlich,

Eure Andrea

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PS. Diese Fotos sind bei unserem Urlaub in Norderney entstanden, als ich an zwei Vormittagen alleine mit ihm unterwegs war. Einmal waren wir auf der Strandpromenade Rad fahren, das andere Mal Strandwandern mit abschließender Abkühlung.

Shirts: Toby Tiger

Hose: H&M

Sandalen: Bisgaard

Kleinkinder und Amsterdam – geht das??

14 Tage Amsterdam. Geht das überhaupt mit Kleinkindern? Vor allem, geht das auch ohne gröberen Stress unsererseits, weil sich die Kinder in der Stadt nicht wohl fühlen und dementsprechend negativ reagieren? Immerhin wachsen unsere Kinder mit viel Natur und viel „Auslauf“ auf, den sie auch dringend benötigen.

Aber ich wollte einfach zu gerne wieder einmal dorthin. Ich war schon vier Mal zuvor in Amsterdam (allerdings nie mit Kindern) und es ist eine meiner absoluten Lieblingsstädte. Und als mich heuer im Frühjahr die Sehnsucht wieder einmal gepackt hat, da dachte ich einfach: Warum nicht? Wer nicht wagt, der gewinnt ja schließlich auch nicht, wie es so schön heißt.

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Zunächst einmal: Amsterdam mit Kindern geht, es ging sogar überraschend gut. Allerdings muss man sich darüber im Klaren sein, dass man zwei Kleinkinder nicht beliebig in Museen und Bildergalerien mitschleppen kann und dass sie es auch nur bedingt spannend finden, in trendigen, stylischen Cafés zu sitzen. Wenn man allerdings immer wieder einmal auch „kindgerechte“ Sachen macht, und sich auch als Partner gut abwechselt – im Sinne von: Heute Vormittag gehe ich alleine ins Museum, dafür kannst du am Nachmittag ein paar Stunden alleine durch die Stadt bummeln – dann funktioniert es recht gut.

Was haben wir jetzt auch gemeinsam mit unseren Kindern dort gemacht? Nun, Rivierenbuurt, das Viertel, in dem wir gewohnt haben, hat viele Parks und viele Spielplätze. So etwas geht natürlich immer, genauso wie eine Fahrt mit dem Boot oder eine Grachtenrundfahrt. Besonders begeistert waren unsere Zwerge von den so genannten „Kinderboerderijen“, die in den Niederlanden weit verbreitet sind. Das ist so eine Art Kinderbauernhof mit ganz vielen Tieren zum Streicheln. Wir waren am Demeterhof bei Amstelveen mit über hundert weißen Geißen – zum Streicheln, Füttern und Spielen. Die Begeisterung kannte keine Grenzen!

 

Des Öfteren haben wir die Kinder auch einfach in den Kindersitz gesetzt und sind mit ihnen durch die Stadt geradelt – sich dem rasanten Strom der Radler in Amsterdam (Jeder [!!!] fährt Fahrrad!) hinzugeben, ist ein wirklich empfehlenswertes Erlebnis. Genauso gut kann man auch die Stadt hinter sich lassen und in die umliegenden Dörfer mit ihren pittoresken Windmühlen und alten Dorfkirchen radeln. Zwei Mal sind wir auch an den Strand gefahren – einmal nach Zandvoort, das ist sozusagen der „Hausstrand“ der Amsterdamer und ist nur eine halbe Stunde Fahrzeit entfernt, und einmal nach Texel. Diese Insel bietet kilometerlange Sandstrände und ist in einer guten Stunde Fahrzeit zu erreichen.

 

 

Wenn ich ohne Kinder unterwegs war, dann habe ich mich größtenteils einfach treiben lassen. Amsterdam ist eine wunderbare Stadt, mit unzähligen Museen, viel Kultur, unzähligen trendigen Cafés und Geschäften. Es wäre zu viel, hier all die schönen Dinge aufzuzählen. Ich werde mich auf meine persönlichen Highlights beschränken.

 

 

Viel Zeit habe ich bei den neun „Straatjes“ verbracht, neun kleinen Gassen mit wunderbaren kleinen Läden, Conceptstores und schönen Cafés. Diese werden zurecht auch in anderen Berichten immer als sehr schön und verspielt hervorgehoben und man findet viele Dinge, die das Auge erfreuen. Gerne habe ich im Cafe Bruist gefrühstückt oder mich im Pluk durch die gesunden Bowls und durch die süßen Kuchen getestet – mein Favorit war eindeutig der Lemon Poppy Cake!

 

 

Bei den Museen habe ich drei klare Favoriten. An dritter Stelle kommt für mich das Schifffahrtsmuseum, ein vielleicht nicht ganz so bekanntes Ziel. Es bietet nicht nur einen spannenden Überblick über das so genannte „Goldene Zeitalter“ Amsterdams, die Zeit im 16. Jahrhundert, als Amsterdam durch die Seefahrt reich geworden ist, sondern hat auch museumspädagogisch einiges drauf und ist absolut kindgerecht, auch für kleine Kinder. So gibt es etwa ein nachgebautes Segelschiff aus dem 18. Jahrhundert zu bestaunen und viele kindgerechte Spielstationen.

Am zweiten Platz folgt das Van Gogh Museum. Einfach hineingehen, und die wunderbaren und farbenprächtigen Bilder sprechen für sich.

 

Meine klare Nummer eins ist und bleibt das Anne Frank Haus. Vor allem seitdem ich selbst Mutter zweier Kinder bin berührt mich ihr Schicksal – und das der vielen anderen Menschen, für die sie stellvertretend steht – sehr. Ich habe viel gelesen, nicht nur das Tagebuch, sondern auch einige Berichte von Zeitzeugen, unter anderem das Buch von Miep Gies, der Frau, die sie versteckt hatte, und auch Berichte ihrer Schulkolleginnen Hannah Goslar, Eva Schloss und Jacqueline van Maarsen. Das sind unglaublich berührende Zeitzeugnisse, die auch eine „Außenperspektive“ auf das Mädchen Anne Frank liefern und zusätzlich ist die Ausstellung im Haus sehr gut und sensibel aufbereitet. Deswegen eine klare Empfehlung von mir. Wem übrigens der Rummel im Anne Frank Haus zu viel ist, der kann auch zu ihrer echten Wohnung am Merwedeplein radeln, zu der Wohnung, in der Anne Frank neun Jahre lang gelebt hat, und dort die Stimmung auf sich wirken lassen. Hierhin verirrt sich auch kaum ein Tourist und man hat das Gefühl, der echten Anne und den Menschen aus ihrem Umfeld ein wenig näher zu sein.

 

Nur bedingt begeistert war ich vom Reichsmuseum und vom Amsterdam Museum. Bei ersterem gefällt mir die viel gelobte neue Gestaltung nicht, ich persönlich finde es zu unübersichtlich und mir wurde es durch die reine Menge an Exponaten einfach schnell zu viel. Den Cutie auf dem Bild unten hab ich übrigens auch dort gefunden! 🙂

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Eine Sache übrigens noch am Rande: Sowohl beim Van Gogh Museum als auch beim Anne Frank Haus ist es unbedingt nötig, vorher online Tickets zu reservieren! Das Anne Frank Haus ist ungefähr einen Monat (!) vorher ausgebucht und man kann sonst nur mit viel Glück Restkarten erwerben.

Was mich gleich zum nächsten Punkt bringt. Touristen. Und das in Massen. Ich erinnere mich bei meinen vorherigen Amsterdambesuchen – der letzte war 2010 – nicht an so viele Menschen und dermaßen überlaufene Museen und Straßen. Und ich empfand das größtenteils als unangenehm. Ich weiß schon, wenn man im Glashaus sitzt …. in anderen Worten, wenn man selber als Tourist diese Stadt besucht, dann darf man sich wohl selber nicht ausnehmen. Auch werde ich den Eindruck nicht ganz los, dass manche einfach nur an einen Ort gehen, weil man halt „dort gewesen sein muss“, nicht etwa aus echtem Interesse an der Sache. Noch schlimmer war für mich der Partytourismus – nicht falsch verstehen, eine gute Party sei jedem gegönnt – aber ich finde es enorm schade, dass in manchen Stadtteilen die Grachten nach Partynächten voller Plastikmüll sind und man am Gehweg vor lauter Glasscherben kaum noch gehen kann oder dass wahre Horden von sturzbetrunkenen und gröhlenden Männergruppen Nacht für Nacht die Walletjes heimsuchen.

 

Somit habe ich zunehmend mehr und mehr das Amsterdam abseits der Touristenströme gesucht und fand es am schönsten, einfach ein wenig abseits des „Hauptgeschehens“ durch stille Grachten zu bummeln.

 

Würde ich wieder nach Amsterdam kommen, dann würde ich aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Zug oder mit dem Flugzeug anreisen. Das Park-and-Ride System mag ganz nett sein, aber ich finde es eigentlich unbrauchbar, wenn man länger als vier Tage in der Stadt verbringt und keine Lust hat, ständig an den Stadtrand fahren zu müssen, um sein Auto zu bewegen. Wenn es schon alleine zwei Großformatseiten braucht, um einem Fremden zu erklären, wie das System nun funktioniert, um welche Uhrzeit man ins Parkhaus einfahren sollte und um welche nicht, wann, wie und wo ich genau mit einer Straßenbahn fahren muss, um ein paar Euros zu sparen, dann finde ich das eigentlich verfehlt.

Gewohnt haben wir wie schon erwähnt im Stadtviertel Rivierenbuurt, der zwar etwas abseits liegt, aber man kann die Innenstadt mit dem Rad gut in zehn Minuten erreichen. Wir haben nicht im Hotel gewohnt, sondern haben diesmal Haus getauscht. Ich mag diese Art von Urlaub. Sie ist nicht nur kostengünstig, sondern gibt auch immer wieder Einblicke in das Leben in einer fremden Stadt, die man als „normaler“ Tourist im Hotel nicht hat. Man bekommt einen Eindruck vom „echten“ Leben in dieser Stadt. Und nicht zuletzt bin ich immer neugierig, wie andere Menschen so wohnen! Für die Kinder war es auch klasse, da ein Garten vorhanden war und man konnte auch in der Küche selber kochen, was ja oft ganz praktisch sein kann, wenn man nicht auf fixe Essenszeiten angewiesen ist.

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So. Das war mein Amsterdam-mit-Kleinkindern Bericht. Mein Fazit ist, dass es recht gut klappen kann, wenn man ein wenig flexibel ist und sich vielleicht auch ein wenig abseits des „typisch Touristischen“ bewegt. Mit der nächsten Reise nach Amsterdam werde ich allerdings warten, bis meine beiden Zwerge groß genug sind, dass man sie auch mal mit ins Museum nehmen kann 🙂

Habt ihr noch Fragen oder Anmerkungen? Dann her damit!

Herzlich

Eure Andrea

 

Norderney – zu Besuch bei der Grande Dame der Nordseebäder

Seit Jahren schon sehe ich auf Instagram immer wieder diese schönen, bunten Bildchen von der Nordsee, von Möwen, Dünen und Strandkörben und ich geb’s zu – ich wurde einfach lange genug angestiftet. Ende Juli war es also soweit; wir haben uns auf den Weg nach Norderney gemacht. Vielleicht klingt Familienurlaub an der Nordsee für einige von euch recht langweilig – für uns, die wir so weit weg wohnen und sonst „nur“ die vielen österreichischen Berge, aber kein Meer vor der Nase haben, war alles ganz wunderbar und neu!

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Nun ist es für uns aus Salzburg nicht ganz so leicht, schnell zu den Nordseebädern zu flitzen wie für manche von euch Leserinnen aus Deutschland, sondern es verlangt knapp elf Stunden Autofahrt, die unsere Zwerge aber gut gemeistert haben (Kleiner Tipp hier am Rande: Wenn eure Kinder nicht gerne lange Autofahren, dann solltet ihr es eher bleiben lassen!)

Nach einer langen, langen Autofahrt kamen wir also am Norddeich bei der Fähre an und haben uns gleich das erste Mal Meerluft um die Nase wehen lassen. Mein Großer war völlig beeindruckt von der Autofähre und dass da sogar LKWs und Busse drauf passen. Die Überfahrt an sich dauert nicht lange und Fähren verkehren regelmäßig. Allerdings würde ich in den Sommermonaten reservieren – manche Fähren sind schnell ausgebucht.

 

Und ich geb’s zu: Ich habe mich auf den ersten Blick in diese Insel verliebt. Nicht jedes Reiseziel spricht mich an, wie ihr wahrscheinlich aus eigener Erfahrung wisst, gibt es Orte, sie sieht man einmal und man hat das Gefühl, das war ja alles ganz schön und nett, aber nochmals brauche ich das nicht (ganz abgesehen von denen, die man überhaupt scheußlich findet!) Aber es gibt auch magische Orte, die man gerne wieder und wieder besuchen möchte; und für mich war das so einer. Alles hat einfach gepasst: Wir hatten eine ganze Woche lang Sonnenschein mit knapp 30 Grad, Wassertemperaturen um die 22 Grad, die Luft war klar und frisch und meine Augen wurden andauernd mit schönen Motiven für meine Kamera gefüttert. Am schönsten aber war es, meine Kinder so glücklich zu sehen; die sich vor lauter Freude im Sand wie junge Hunde herumgewälzt haben -kein Scherz! 🙂

 

Die Insel bietet einige große Strände, wie etwa den West- Badestrand und den Nord- Badestrand, die beide gut erreichbar sind, da sie mehr oder weniger mitten im Ort liegen. Mag man es gerne etwas weniger voll (wie wir zum Beispiel), dann kann man überall auf der Insel Fahrräder ausleihen und auch zu weiter entfernten Stränden, wie etwa zur Weißen Düne oder zum Nordstrand radeln. Wobei „weiter entfernt“ schon etwas übertrieben ist, denn bis zu dem Punkt, wo das Vogelschutzgebiet und somit das menschenleere Gebiet beginnt, hat die Insel gerade einmal sieben Kilometer Länge.

 

Stichwort Räder.Wir haben gleich am ersten Tag welche gemietet und es war ganz wunderbar und entspannend durch die Dünen zu radeln. Mit Vorliebe sind wir zum Nordstrand geradelt, der nicht nur sehr weit war, sondern auch weitestgehend eher spärlich besucht. Die Kinder hatten die Zeit ihres Lebens, sie waren stundenlang glücklich, im Sand zu graben oder im Wasser zu plantschen. Nachdem das Wasser sehr lange sehr flach ist, besteht auch nicht die Gefahr, dass sie schnell man in eine gefährliche Situation geraten.

Mit dem Wetter hatten wir jedenfalls großes Glück. Sieben Tage Sonnenschein ist nicht typisch für Norderney und es war schon einigermaßen skurril, bei 30 Grad Hitze permanent an Geschäften mit Gummistiefeln und Regenjacken vorbeizulaufen. Von den ganzen warmen Sachen, die ich noch mitgeschleppt habe, rede ich erst gar nicht!!

 

Aber warum jetzt Norderney, die Grande Dame, wie ich im Titel schreibe? Nun, Norderney ist schon lange ein Nordseekurbad und man sieht an jeder Ecke wunderbare alte und noble Bauten aus dem 19. Jahrhundert und aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Es gibt einige sehr stilvolle Cafes mit einer zugleich sehr entspannten Atmosphäre – die Giftbude oder die Milchbar, um nur zwei zu nennen. Besonders hervorheben möchte ich hier das Cafe Marienhöhe – ich habe hier täglich meinen Kaffee getrunken und es war wunderbar entspannend! Auch die Mädels, die gekellnert haben, waren immer supernett und freundlich!

 

Würde ich gefragt werden, was mir nicht so gut gefallen hat, dann könnte ich als einzigen Punkt nennen, dass Norderney insgesamt von den Preisen her wohl ein klein wenig zu nobel für meine Begriffe ist. Wenn ich beim Abendessen im Durchschnitt knapp 20 Euro für ein Gericht hinlegen muss, dann ist mir das für jeden Tag (und auch miteingerechnet, dass wir insgesamt vier Personen sind!) zu viel. Es gibt aber günstige Alternativen – so sind etwa die Brötchen, die an jeder Ecke verkauft werden sehr lecker und günstig! Auch die Hotelpreise fand ich eher sehr teuer – wir haben es aber geschafft, eine schöne und günstige Bleibe mit Airbnb zu finden. Allerdings sollte man früh genug buchen. Wir haben das im April gemacht und da waren schon über 90 Prozent aller verfügbaren Unterkünfte ausgebucht.

 

So, das war’s, mein Urlaubbericht aus Norderney. Was ich mitgenommen habe? Es war ganz wunderbar, meine Kinder so glücklich zu sehen und auch zu sehen, dass sie mit so wenig (Strand und Meer reichen völlig aus) so zufrieden sein können. Und ich hab mich ganz dem Moment hingegeben und war mit meinen Gedanken nicht bei der Arbeit, beim täglichen Einerlei oder bei sonstigen Problemchen. Und das war unbezahlbar!

 

Wollt ihr noch mehr Reiseberichte? Dann bitte laut HIER schreien bzw. das ganze internetmäßig adäquat kommunizieren 🙂

Herzlich

Eure Andrea